1. Den Hinweis einordnen
Stellen Sie zuerst fest, worauf sich der Hinweis bezieht: Ein veröffentlichtes Datenleck, eine Sicherheitsmeldung eines Dienstes, eine verdächtige Anmeldung oder ein konkreter Missbrauch? Nicht jeder Hinweis bedeutet, dass aktuell auf ein geschäftliches Konto zugegriffen wurde. Er kann jedoch auf eine frühere Passwort-Wiederverwendung hinweisen.
2. Konten nach Auswirkung priorisieren
Beginnen Sie bei E-Mail-Konten, Administratorzugängen, Finanzdiensten, zentralen Cloud-Diensten und Konten mit hoher Berechtigung. Dokumentieren Sie, welche Konten betroffen sein könnten und wer für die Änderung verantwortlich ist. Vermeiden Sie es, Passwörter oder Codes per E-Mail oder Chat zu verteilen.
3. Zugang vollständig absichern
Ein neues Passwort allein reicht nicht immer. Prüfen Sie zusätzlich Mehrfaktorauthentisierung, hinterlegte Wiederherstellungsinformationen, aktive Sitzungen, unbekannte App-Zustimmungen und Weiterleitungen. Wenn ein Konto für Passwortzurücksetzungen anderer Dienste verwendet wird, muss dieser Zusammenhang besonders berücksichtigt werden.
4. Auf Folgemissbrauch achten
Abgeflossene Zugangsdaten können für Kontoübernahmen, gefälschte Kommunikation oder weitere Phishing-Versuche genutzt werden. Achten Sie in den folgenden Tagen auf ungewöhnliche Anmeldehinweise, unerwartete Nachrichten und Anfragen nach Zugangsdaten oder Zahlungen.
5. Entscheidung und Verlauf festhalten
Notieren Sie Zeitpunkt, betroffene Dienste, geänderte Einstellungen und offene Fragen. Das hilft bei der Übergabe zwischen IT und Geschäftsleitung und verhindert, dass gleiche Konten mehrfach oder widersprüchlich bearbeitet werden.
Das BACS weist darauf hin, dass gestohlene Zugangsdaten oft erst bei einem späteren Kontomissbrauch auffallen und empfiehlt bei kompromittierten Konten schnelles, systematisches Handeln. Quelle: BACS: Konto gehackt oder Daten abgeflossen – Was nun?
Prioritäten unter Zeitdruck ordnen.
Der Akut-Check hilft, Konten, Folgen und die nächsten Schritte strukturiert aufzunehmen.