1. Die Beobachtung sichern
Erfassen Sie die fragliche Domain, E-Mail-Adresse, Betreffzeile, den Zeitpunkt, Screenshots und, falls verfügbar, die vollständige Nachricht. Wichtig ist auch, wer informiert hat und ob bereits Kunden, Lieferanten oder Mitarbeitende reagiert haben.
2. Absender und Domain unabhängig prüfen
Eine glaubhafte Firmenbezeichnung oder ein bekanntes Logo beweisen keine Echtheit. Vergleichen Sie Domain und Absenderzeichen mit bekannten, offiziellen Kontaktdaten. Verwenden Sie für Rückfragen keine Telefonnummern, Links oder Adressen aus der verdächtigen Nachricht.
3. Mögliche Auswirkung einordnen
Klären Sie, ob nur ein täuschender Absender genutzt wurde oder ob Hinweise auf einen Zugriff auf ein echtes Konto bestehen. Prüfen Sie ebenfalls, ob Zahlungsinformationen, Kontaktdaten oder laufende Geschäftsvorgänge betroffen sein könnten. Diese Unterscheidung beeinflusst die weitere Lageaufnahme.
4. Kommunikation geplant steuern
Wenn Kundinnen und Kunden konkret gefährdet sein könnten, stimmen Sie eine klare Warnung und einen sicheren Rückkanal ab. Beschreiben Sie nur bestätigte Fakten, nennen Sie keine geheimen technischen Details und weisen Sie darauf hin, dass Zahlungsdaten oder Zugänge nicht über die verdächtige Kommunikation geändert werden dürfen.
5. Nachweise und nächste Schritte festhalten
Dokumentieren Sie Sichtungen, betroffene Kontakte, Entscheidungen und bereits erfolgte Massnahmen. Bei einem aktiven Fall kann eine technische und organisatorische Erstaufnahme helfen, Rollen und weitere Abklärungen sauber zu trennen.
Das BACS führt Firmenidentitätsmissbrauch und Cybersquatting als Cyberbedrohung auf. Quelle: BACS: Cyberthreats
Vor einer breiten Warnung die Lage ordnen.
Der Akut-Check schafft einen strukturierten Rahmen für Fakten, Auswirkungen und die nächsten Schritte.